29.9.16: Vortrag von Stephan Grigat



Am Donnerstag, 29. September war der Autor Stephan Grigat Gast der DIG. Vor rund 30 Interessierten sprach er im Gemeindehaus der Martin-Luther Kirche Ulm über „die Einsamkeit Israels - Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“.

Grigat, Gastprofessor für Israel Studies am Moses Mendlssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam und Lehrbeauftragter an der Universität Wien führte aus, dass seit Beginn des 21. Jahrhunderts die antizionistische Ideologie zu neuem Leben erwacht sei und heute weit über den Kreis linker Kleingruppen hinaus weise. Die Existenz von Antisemitismus, so Grigat, ist in der globalen Linken heute evident. Im Antizionismus tritt er als eine spezifische Form des Antisemitismus nach Auschwitz auf, der sich aus Mangel an konkreten Hassobjekten gegen den kollektiven Juden, den Staat Israel, richtet. Dass die im Antizionismus angelegten Vernichtungsphantasien nicht Realität geworden sind, verdankt sich einzig und allein der israelischen Staatsgewalt, betont Grigat.


Grigats Vortrag machte die Zuhörer betroffen, wie in der anschließenden Diskussion deutlich wurde. Und viele kauften das gleichnamige Buch des Autors, das 2014 erschienen ist. Er selbst machte durchaus Mut, zu Veränderung beitragen zu können: 2007 hat er das Bündnis STOP THE BOMB mitbegründet, als dessen wissenschaftlicher Direktor er arbeitet.

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