23.6.2016: Besuch israelischen Generalkonsuls


Am Donnerstag, 23.6.2016, besuchte der israelische Generalkonsul Dr. Dan Shaham Ulm. Zunächst fand eine kleine Pressekonferenz  mit SWP, Neu-Ulmer Zeitung und der DIG im Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde statt. Am Samstag berichteten beide Zeitungen darüber. Anschließend gab es ein freundliches, fruchtbares Gespräch im Rathaus mit OB Czisch, Rabbiner Trebnik und dem DIG-Vorsitzenden Martin Tränkle, bei dem Czisch dem Generalkonsul eine Einstein-Gedenkmünze überreichte.  Czisch und Shaham vereinbarten eine engere Zusammenarbeit zwischen Ulm und Israel, mit Besuchen von Ulmern in Israel zu Themen wie Digitalisierung, TEVA-Investitionen etc. und der Aussicht, dass die Ulmer Uni bald Albert-Einstein-Uni heißen darf. Auch die sehr gute Erinnerungskultur in Ulm kam zur Sprache.

Abends hielt Dr. Dan Shahm im Studio der Sparkasse Ulm einen Vortrag zum Thema: "Deutschland und Israel - 50 Jahre diplomatische Beziehungen - und heute?". Dabei berichtete der Generalkonsul unter anderem von der rasanten Entwicklung Israels in den letzten Jahren: In Start-up-Unternehmen, Digitalisierung, Sicherheitstechnik, Medizintechnik, Biotechnologie und Wassertechnik steht Israel an der Weltspitze. Dass darüber in unseren Medien so wenig berichtet wird, erklärte Shahm auch damit, dass er selbst als Generalkonsul in München für die südlichen Bundesländer erst seit 2 Jahren tätig ist. Er plant für die nächsten Jahre den Ausbau der Beziehungen Deutschland-Israel vor allem in Baden-Württemberg. Shahm stellte auch die Erfahrungen Israels mit der Integration von Zuwanderern dar. Da kann Deutschland im Moment einiges lernen von Israel. Er unterstrich die Friedensbemühungen Israels mit den Palästinensern, grenzte sich aber deutlich ab von der BDS-Kampagne, die in Wirklichkeit zur Zerstörung Israels führt. Und er betonte dass Verhandlungen mit der die Beseitigung Israels fordernden Hamas-Ideologie nicht möglich seien. Trotz allem ist er aber optimistisch, dass eine Friedenslösung zwischen Israel und Palästina z.B. als Zwei-Staaten-Lösung kommen wird. 

(Text: Martin Tränkle, Foto:  Lars Schwerdtfeger)

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