14. November 2013: Vortrag von Ruth Frenk "Kulturwille ist Lebenswille"

Mit dem 9. November 1938 begannen die Massendeportationen der Juden in die Konzentrationslager, in denen schließlich 6 Millionen vernichtet wurden. Das Leben dort können wir nicht ermessen, wir kennen nur die furchtbaren Bilder von halbverhungerten, gezeichneten Menschen nach der Befreiung der Lager.

Unglaublich ist es, dass selbst unter diesen unmenschlichen Bedingungen der KZs wunderbar lebensfrohe Musik komponiert wurde. Den Komponisten aus Theresienstadt widmete Ruth Frenk ihren ganz besonderen Vortrag "Kulturwille ist Lebenswille - Das Vermächtnis der Komponisten im Vernichtungslager Theresienstadt".

Ruth Frenk, Vorsitzende der DIG-Arbeitsgemeinschaft Bodensee-Region, ist gebürtige Niederländerin und eine deutsch-niederländsche Lied- und Konzertsängerin (Mezzosopran), sowie eine international anerkannte Gesangspädagogin. Seit vielen Jahren berichtet sie über die Musik von Komponisten aus Theresienstadt mit dem Ziel, dass sie und ihre Musik nicht vergessen werden. So hörten auch wir ergreifende Lieder von Pavel Haas, Rudolf Karel, Gideon Klein und Ilse Weber, gesungen von der Sängerin Anne Sofie von Otter.

Insgesamt war dieser 14. November ein ganz besonderer Abend, der uns deutlich machte, wie Menschen durch ihren Lebenswillen, der in Kultur ihren Ausdruck fand, sich einen Teil ihrer Würde bewahrten.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen