Neue Seite in der Ulmer Stadtgeschichte - unsere neue Synagoge ist eingeweiht



Es ist soweit:  seit gestern hat Ulm wieder eine Synagoge und mit ihr jüdisches Leben mitten in Ulm! Am 2. Dezember 2012 wurde die neue Ulmer Synagoge  feierlich eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Bundespräsident Joachim Gauck, der israelische Vize-Premier Silvan Shalom, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und viel sonstige Prominenz verliehen diesem für Ulm epochalen Ereignis den würdigen Rahmen, den es verdiente. Nachdem die alte Ulmer Synagoge in der Reichspogromnacht 1938 willentlich zerstört wurde, kann die Stadt Ulm jetzt eine neue Seite in ihrer glanzvollen Stadtgeschichte aufschlagen. Unsere Bürgerinnen und Bürger jüdischen Bekenntnisses haben jetzt in Ulm, hoffentlich für alle Zeiten, und nach einer Phase des unwürdigen Provisoriums, ein sicheres und angemessen würdiges Zuhause. Die Ulmer Bürgerschaft kann stolz darauf sein, hat sie doch, ohne nennenswerten Widerspruch, nach finsterer Zeit ein weiteres Stück Normalität zugelassen.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Ulm/Neu-Ulm (DIG AG Ulm/Neu-Ulm) ist dankbar und fühlt sich durch diese großartige Entwicklung sehr bestätigt. Es war ihr langjähriger Vorsitzender Wolfgang Müller, der die Forderung nach einer neuen Synagoge in Ulm erstmals anlässlich der Gedenkfeier am 9. November 2005 auf dem Ulmer Weinhof in die Öffentlichkeit trug. Er war es auch, der die formalen Vorausetzungen schuf, damit der "Förderverein zur Unterstützung des Baues einer neuen Synagoge in Ulm" am 23. Mai 2007 im Haus der Begegnung gegründet werden konnte. Die DIG AG Ulm/Neu-Ulm hat somit den Zug "Neue Synagoge" auf das Gleis gesetzt, auf dem er am 2. Dezember wohlbehalten angekommen ist.

Aber ohne die zielorientierte Fürsprache und tatkräftige Unterstützung des Ulmer Oberbürgermeisters Ivo Gönner, der von Anbeginn dieses Bauprojekt unterstützte, wäre die Realisierung sicher sehr viel schwerer, wenn nicht sogar unmöglich, geworden. Ivo Gönner hat sich hier bleibende Verdienste erworben. Ihm ist es letztlich auch zu verdanken, dass die neue Synagoge im Herzen des historischen Ulms, unweit dem früheren Standort bis 1938, gebaut werden konnte.

Die DIG AG Ulm/Neu-Ulm wünscht der Ulmer jüdischen Gemeinde eine gute Entwicklung, eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit der DIG AG Ulm/Neu-Ulm und dem klugen, fleißigen und pragmatischen Rabbiner Schnoer Trebnik viel Erfolg, eine möglichst glückliche Hand und allzeit Gottes Segen.                                                                                                             
 (Fotos: M. Weise-Mack)

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