Benefizkonzert für die neue Synagoge 4. März 2012 in der Pauluskirche

JIMLOCH ADONAI - DER HERR IST KÖNIG


Über 100 Menschen waren gekommen, ein ganz besonderes Konzert zu hören. Denn an diesem Abend veranstalteten die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die Evangelische Paulusgemeinde ein Benefizkonzert für die neue Synagoge in Ulm. Der Laupheimer Singkreis unter Leitung von Ludwig Schwedes, ein gemischter Chor von derzeit 28 Mitgliedern, sang in seinem Konzert JIMLOCH ADONAI - DER HERR IST KÖNIG Psalmvertonungen in hebräischer, deutscher, lateinischer und kirchenslawischer Sprache.

Bereits das erste Stück stimmte auf die besondere Situation des gemeinsamen Projektes Synagoge ein: Hineh ma tow umanaim – siehe, wie fein und lieblich es ist, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Der DIG-Vorsitzende Martin Tränkle wies in seinen einführenden Worten darauf hin, dass auch in der neuen Synagoge in Ulm, die Ende dieses Jahres eingeweiht werden soll, bald wieder Psalmen erklingen würden. Und er schlug die Brücke zwischen damals und heute: Wir sind dankbar dafür, dass wir in Ulm wieder mit den Brüdern und Schwestern der jüdischen Gemeinde zusammen leben.

Das Konzert, das dann folgte, war fantastisch! Der Laupheimer Singkreis präsentierte sich als ein Chor von höchstem Niveau, dessen disziplinierter Gesang die Pauluskirche als ein Klangkörper erfüllte. Dieser Klangkörper wurde vom Chor hervorragend auf die Musik abgestimmt. Sopranistin Annerose Wanner und Bariton Fidelis Braig traten teils ausdruckstark  solistisch hervor und fügten sich dann wieder einfühlsam in die Gesamtgruppe des Chores ein. Eine solche Harmonie, oft untermalt von den Klängen der Orgel (Andrea Schöttler) hatten viele im Publikum noch selten erlebt. Es war, als ob mit jedem neuen Psalm  das „einträchtige Miteinander“ des ersten Liedes nochmals unterstrichen würde.

Nach 75-minütigem Programm, einer Zugabe und viel Applaus durch das Publikum bedankte sich der Chor mit Oseh Shalom, einem bekannten israelischen Lied: Möge Er in der Höhe uns und ganz Israel Frieden bringen. Wir wünschen uns diesen Frieden auch für Ulm mit unserer neuen Synagoge, die nun auf dem Ulmer Weinhof gebaut wird, wo die am 9. November 1938 zerstörte alte Synagoge stand. Wir wünschen uns diesen Frieden über die in der Presse breit getretenen Querelen hinaus und danken allen, die am Ende des Konzerts für die Synagoge gespendet haben. Der stattliche Betrag von  930,78 € ist zusammengekommen!

Wer die Neue Synagoge  weiterhin finanziell unterstützen will, kann den Betrag direkt auf das Spendenkonto „Synagogenneubau Ulm“ überweisen. Herzlichen Dank!

Sparkasse Ulm
BLZ: 630 500 00
Konto Nr. 211 53 730

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen